Fachgespräche mit Ministerin Michaela Kaniber
Fränkisches Obst in Berlin

Michaela Kaniber nahm sich ausreichend Zeit, um mit Markus Zeiß (Vorsitzender der Obstgenossenschaft Igensdorf) und Manuel Rauch (Geschäftsführer der Franken Obst GmbH) die aktuellen Herausforderungen im fränkischen Kirschen- und Zwetschgenanbau zu diskutieren. | Foto: Privat
  • Michaela Kaniber nahm sich ausreichend Zeit, um mit Markus Zeiß (Vorsitzender der Obstgenossenschaft Igensdorf) und Manuel Rauch (Geschäftsführer der Franken Obst GmbH) die aktuellen Herausforderungen im fränkischen Kirschen- und Zwetschgenanbau zu diskutieren.
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Bessere Marktchancen für fränkisches Obst

Im Rahmen der „Fruit Logistica” in Berlin repräsentierte die Igensdorfer Franken Obst GmbH die regionalen Kirschen- und Zwetschgenerzeuger. Die internationale Fachmesse ist fast doppelt so umfangreich wie die „Grüne Woche”, die fränkischen Vermarkter sind hier zusammen mit fränkischen Gemüse-, bayerischen Kartoffel- und Gurkenanbauern sowie der Produktprüfstelle „geprüfte Qualität aus Bayern” mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. In diesem Jahr konnte man persönliche Gespräche mit der bayerischen Agrarministerin und Vorsitzenden der deutschen Agrarministerkonferenz Michaela Kaniber führen.

Ein Thema war die Nachhaltigkeit. So wurde von der Universität Freiburg nachgewiesen, dass die Artenvielfalt auch im intensiven Obstanbau erheblich zur Biodiversität in der Kulturlandschaft beiträgt. Die hohen Investitionen in umweltfreundliche, plastikfreie Verpackungen werden vom Lebensmitteleinzelhandel nicht entsprechend honoriert. Dazu fragte man die Ministerin, ob die Anstrengungen durch staatliche Unterstützung gewürdigt werden könne. Steigende Lohnkosten für Saisonarbeitskräfte sind für fränkische Erzeuger wesentlicher Teil und Treiber der Produktionskosten. Hierzu fragte man die Ministerin, ob die Agrarministerkonferenz im neuen Mindestlohngesetz noch Ausnahmen für heimischen Obsterzeuger bewirken könne, um wieder europaweite Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen. Die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln sehen die Erzeuger dagegen auf einen existenzbedrohlichen Umfang reduziert. Manche Schadinsekten können nicht mehr ausreichend wirksam bekämpft werden und entwickeln durch fehlende Wechselmöglichkeiten Resistenzen gegen die wenigen genehmigten Präparate. Man erörterte in Berlin, wie die Agrarministerkonferenz auf die nationalen und europäischen Zulassungsbehörden einwirken könnte.

Weiter diskutiert wurden die sehr hohen Beiträge im Obstbau zur Berufsgenossenschaft sowie die Auswirkungen des MERCOSUR Handelsabkommens auf die heimische Landwirtschaft.

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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