Leserbrief
Die neue gelbe Tonne

Dieter Gleiß hat seine neue gelbe Tonne kurzerhand umfunktioniert.
  • Dieter Gleiß hat seine neue gelbe Tonne kurzerhand umfunktioniert.
  • Foto: Dieter Gleiß
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Mit Einführung der neuen Tonne wird es sicherlich weniger Müll geben, welcher lose durch die Straßen weht. Die Optik unserer Straßenbilder wird für den Zeitraum der Müllabholung ordentlicher und es müssen keine gelben Säcke mehr produziert werden.

Jeder Haushalt bekommt nun mindestens eine Tonne, welche 14,5 kg wiegt. Diese Masse entspricht 992 gelben Säcken. Die grundsätzliche Frage warum wir Säcke oder die Tonne benötigen, liegt nicht am eigentlichen Müll, sondern an uns. Muss es denn sein, dass pro Kopf mehr als ein gelber Sack Müll pro Monat verursacht wird?

Wir selbst sind nur ein 2 Personen Haushalt, sogar mit Gewerbebetrieb, und verursachen max. einen vollen gelben Sack Müll pro Monat. Das liegt daran, dass wir möglichst viel regional einkaufen und auch im Supermarkt auf Verpackungen achten, bzw. wo es geht meiden. Einiges, was im gelben Sack landen darf, kann auch noch in unseren Wertstoffhöfen abgegeben werden. Den „Lieferanten“ Amazon gibt es bei uns nicht. Nun steht neben einer fast leeren 60 Liter Restmülltonne, einer max. halb gefüllten 240 Liter Papiertonne auch nochmal ein 240 Liter Monster, welches ebenfalls gerade mal mit 60 Liter befüllt werden wird. Nach Rücksprache mit Gemeinden, Fa. Hofmann und dem LRA wird künftig keine Möglichkeit mehr geboten, geringe Mengen an gelben Sack Müll selbst anzuliefern. Und welcher ebenfalls müllsparsame Nachbar teilt schon gerne seine Tonne mit dem anderen, weil es ja fast überall um den Platz geht.

Eine generelle Müll Reform ähnlich der Einführung der CO2 Steuer für KFZ hielte ich für eine gute und faire Lösung. Wer viel verursacht, zahlt mehr. Die Müll-LKWs könnten mit der Möglichkeit unserer modernen Technik mit einem Wiegesystem ausgestattet werden, welches bei jedem Haushalt sofort das Müllgewicht ermittelt und an die zuständige Behörde sendet. Danach wird jährlich abgerechnet.

Es könnten auch Müllpressen neben den Schulen aufgestellt werden. Dann könnten die Helikopter-Eltern jeden Tag ihren Müll dort einwerfen, abgebucht wird nach Ermittlung des Gewichtes sofort über das Handy. Die im Laufe der Jahre bereits ausgelieferten und bei uns lagernden ca. 992 gelben Müllsäcke werden uns noch etwa 83 Jahre reichen…
Dieter Gleiß, Igensdorf

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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