Chorakademie Weißenohe
Bezirkstagspräsident zu Besuch

Die Besucher und Gastgeber vor dem Eingang zum historischen Prälatenbau.
  • Die Besucher und Gastgeber vor dem Eingang zum historischen Prälatenbau.
  • Foto: Rolf Riedel
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Der oberfränkische Bezirkstagspräsident Henry Schramm besuchte in Begleitung der lokalen Bezirksräte Ulrich Schürr und Manfred Hümmer die Klosteranlage in Weißenohe. Weißenohes Bürgermeister Rudolf Braun begrüßte die Gäste, unter denen sich auch Landrat Hermann Ulm befand. Eduard Nöth, 1. Vorsitzender des Fördervereins „Chorakademie im Benediktinerkloster Weißenohe e.V.“, informierte darüber, dass es beim seit 12 Jahren initiierten Projekt Chorakademie um die Inwertsetzung eines überregional bedeutsamen Denkmals von nationalem Rang sowie eine sinnvolle und vor allem nachhaltige Nachnutzung handelt.

Der künstlerische Leiter des geplanten Chorzentrums und Bundeschorleiter des Fränkischen Sängerbundes FSB, Gerald Fink, legte die Betonung auf die Stärkung der Chorgemeinschaft. Die Chorvereine und das gemeinsame Singen bedeute in allen Kommunen den Mittelpunkt des kulturellen und sozialen Lebens. „Zurecht erwarten die Sängerinnen und Sänger heute mehr denn je eine professionelle Arbeit vom Dirigenten. Dafür ist unser Chorzentrum gedacht: Hier sollen sich interessierte Chorleiter und Chorleiterinnen und auch Laien, Lehrkräfte aller Schularten, Erzieherinnen und Erzieher fortbilden können auf den Gebieten des Singens mit Kindern, mit Jugendlichen und Erwachsenen, und den erhöhten Anforderungen mit Seniorinnen und Senioren.

Herbert Meier, Geschäftsführer der gGmbH Chorakademie, die als Bauherr und späterer Betreiber des Chorzentrums auftritt, informierte den Gast über die Meilensteine seit der Gründung des Fördervereins im Jahr 2008.Bezirkstagspräsident Henry Schramm zeigte sich begeistert von der Lage und den räumlichen Möglichkeiten. Da dieses kulturelle Projekt über die Grenzen des Landkreises und Oberfrankens hinaus Strahlkraft entwickle, sähen er und die Bezirksräte den Bezirk gefordert, dieses Projekt nachhaltig zu unterstützen.

Der Projektmanager des Bauträgers, Dieter Christoph, erläuterte das derzeitige Finanzierungstableau, das nach Pfingsten verabschiedet werden soll. Demnach entfallen von den 20 Millionen Euro Gesamtkosten 14 Millionen auf die Sanierung des Prälatenbaus und die Errichtung des Sockelgeschoßes für ein neu zu errichtendes Gästehaus, in dem ein gößerer Konzertsaal und die gesamte Technik untergebracht wird. Das Gästehaus wird rund 3,8 Mio Euro und die Außenanlagen 1,5 Mio Euro kosten, zu denen noch einmal Ausstattungskosten von 400.000 Euro kommen werden. Er begrüßte, dass sich die Regierung nunmehr zum Begriff einer „Gemeinbedarfseinrichtung Kloster Weißenohe“ durchgerungen habe.Dadurch können der Prälatenbau und auch das Gästehaus städtebaulich mit 80 % bzw. 8,5 Mio Euro gefördert werden. Dank der Kofinanzierung durch die Gemeinde in Höhe von 2 Mio Euro und der Bundeskulturförderung in Höhe von 5,3 Mio Euro, für die sich die Bundestagsabgeordnete Silke Launert stark gemacht hatte, der Förderungen durch die Bayerische Landesstiftung in Höhe von 730.000 Euro, der Oberfrankenstiftung von 350.000 Euro und der Mittel des Fördervereins von 230.000 Euro, sei es gelungen, einen belastbaren Finanzierungsplan zu erstellen, der eine große Chance hat, noch in diesem Halbjahr genehmigt zu werden. Eduard Nöth unterstrich, dass der Durchbruch in der Hauptsache dem Bayerischen Landtag zu verdanken sei, der über sogenannte Fraktionsreserven der Fraktionen von CSU und FW das Defizit in Höhe von 2 Mio Euro im Nachtragshaushalt des Freistaats ausglich. Landrat Hermann Ulm betonte die Bedeutung der Revitalisierung des Klosters und deren Nachnutzung gerade auch für den Tourismus in der Fränkischen Schweiz und befürwortete diese Maßnahme als eines der wichtigsten Bauprojekte, das in der neuen LEADER-Periode für den Landkreis absoluten Vorrang besitze. (Rolf Riedel)

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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