Strandwache mit Ostseeluft
Heroldsberger Rettungsschwimmer an der Kieler Förde im Einsatz
- hochgeladen von Matthias Bretting
Eine Woche Strandwache, Ostseeluft und jede Menge Verantwortung: Die Wasserwacht Heroldsberg hat auch in diesem Sommer die Wasserwacht Kiel bei der Absicherung der Strände unterstützt.
Heroldsberg/Kiel – Für die Rettungsschwimmer der Wasserwacht Heroldsberg ist die Reise an die Ostsee längst mehr als ein einmaliges Abenteuer. Auch in diesem Jahr ging es wieder Richtung Norden: An der Kieler Förde unterstützten die Heroldsberger die dortige Wasserwacht bei der Strandwache und sorgten gemeinsam mit Ehrenamtlichen aus anderen Ortsgruppen für die Sicherheit der Badegäste.
Die Strandwache Kiel ist jedes Jahr eine große Gemeinschaftsaktion. Während der Sommermonate übernehmen ehrenamtliche Rettungsschwimmer aus ganz Deutschland den Wachdienst an den fünf Stränden Falckenstein, Schilksee, Strande, Laboe und Heikendorf. Insgesamt sind dabei pro Woche rund 25 Helferinnen und Helfer im Einsatz.
Für die Heroldsberger bedeutet die Woche an der Küste vor allem eines: praktische Erfahrung. Was im heimischen Schwimmbad trainiert wird, muss an der Ostsee unter ganz anderen Bedingungen funktionieren. Dazu gehören die ständige Beobachtung des Badebetriebs, Erste Hilfe und die Vorbereitung auf mögliche Wasserrettungseinsätze.
Dass die Heroldsberger dabei bereits Erfahrung mitbringen, zeigt die lange Tradition ihrer Kiel-Einsätze. Schon insgesamt zum 9. Jahr in Folge unterstützten Mitglieder der Ortsgruppe Heroldsberg die Kieler Strandwache. Doch neben dem eigentlichen Wachdienst kommt auch die Gemeinschaft nicht zu kurz. Rettungsschwimmer verschiedener Wasserwacht-Ortsgruppen treffen in Kiel aufeinander, tauschen Erfahrungen aus und lernen voneinander. Genau dieser Austausch macht die Strandwache für viele Ehrenamtliche zu einem besonderen Erlebnis.
Die Wasserwacht Kiel setzt während der Saison auf die Unterstützung aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Einsätze reichen, abhängig von Qualifikation und Aufgabe, vom klassischen Rettungsschwimmen über den Sanitätsdienst bis hin zur Bootsführung und Stationswachleitung für Strandabschnitte mit bis zu 10 Rettungsschwimmern. Voraussetzung für den Einsatz als Rettungsschwimmer ist mindestens ein gültiges Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Silber.
Und so dürfte auch nach dieser Strandwache feststehen: Wenn im kommenden Sommer wieder die Wasserwachtflagge an der Kieler Förde gehisst wird, werden die Heroldsberger Rettungsschwimmer den Norden vermutlich nicht zum letzten Mal gesehen haben.
Autor:Matthias Bretting aus Heroldsberg |
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