Die Planung schreitet voran
Radweg von Heroldsberg nach Nürnberg
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Nach dem Beitrag „Bahn frei für die neue Radwegverbindung Eckental-Kalchreuth” Anfang März schrieb wochenblatt-Leser Lars Münch:
„Das wochenblatt berichtet über den Neubau eines Fahrradweges zwischen Unterschöllenbach und Röckenhof und verweist dabei am Ende des Textes auf ein Planfeststellungsverfahren für einen Fahrradweg zwischen Heroldsberg und Nürnberg. Sie möchten bitte überlegen, in Ihrem Team zu den Planungen zu recherchieren und darüber zu berichten. Ich bin sicher, viele Heroldsberger und darüber hinaus würde das interessieren. Anbieten würde sich ja vor allen Dingen ein Fahrradweg entlang der Trasse der Gräfenbergbahn zwischen Heroldsberg und Nürnberg.”
Gerne greift die Redaktion diese Anregung auf. Von Gräfenberg über Weißenohe, Igensdorf und Eckental bis Heroldsberg besteht in weiten Teilen eine Radwegverbindung entlang der B2. Mitten im Heroldsberger Gründlachtal wurde erst im Sommer 2025 durch die Gemeinde noch eine Lücke geschlossen.
Ab Heroldsberg bis Nürnberg haben Radfahrer nur die Wahl zwischen der gefährlichen Fahrbahn der B2, einem weiten Umweg über die Hundsmühle durch den Kraftshofer Forst nach Buchenbühl oder über unbefestigte Forstwege östlich der B2. Ein neuer, für den Alltagsradverkehr attraktiver Radweg soll mit der Führung in Straßennähe auch eine bessere soziale Kontrolle sicherstellen, als dies auf abgelegenen Waldwegen möglich wäre.
Verknüpft mit Brücken-Neubau
Der Bau des Weges ist allerdings mit dem geplanten Neubau der B2-Brücke über die Autobahn sowie dem Umbau der Straßenentwässerung verknüpft. Die drei Teilvorhaben sind technisch und funktional so miteinander verflochten, dass eine getrennte Betrachtung nicht möglich ist und die drei Maßnahmen ein gemeinsames Baurecht im Zuge des Planfeststellungsverfahrens erhalten sollen.
Der neue Weg schließt in Heroldsberg an einen bestehenden Radweg an, der bis zu einer Unterquerung der B2 an der Einmündung der Hauptstraße verläuft, und führt dann weiter östlich der Bundesstraße bis zum Gewerbepark Nordost in Nürnberg.
Die Autobahn soll auf einer neu zu errichtenden Brücke gemeinsam mit der B2 überquert werden. Die bisherige Brücke wird auf Grund ihres schlechten Zustands abgebrochen und mit anderen Abmessungen neu errichtet. Zur Überquerung der östlich der B2 liegenden Anschlussstellenrampen sind zwei weitere neue Radwegbrücken vorgesehen.
Der durchgängig asphaltierte gemeinsame Geh- und Radweg wird etwa 4,5 Kilometer lang und großteils 2,5 Meter breit. Im Bereich der Autobahn sind 3 Meter Breite geplant, damit der Weg auch vom Betriebsdienst genutzt werden kann, sowie 4,5 Meter dort, wo er auf bereits existierenden Forstwegen von Radfahrern und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen gemeinsam genutzt wird.
Das Planfeststellungsverfahren mit integrierter Umweltverträglichkeitsprüfung wird von der Regierung von Mittelfranken durchgeführt und umfasst neben dem Geh- und Radweg auch den Ersatzneubau der B2-Brücke über die Autobahn sowie die Straßenentwässerungsanlagen. Die Kosten beziffert das Staatliche Bauamt Nürnberg mit 24 Millionen Euro inklusive aller Brückenbauwerke.
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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