Leserbrief
Leserbrief zur Schließung Schlossbad

Die Gemeinde Heroldsberg sowie die gesamte Gesellschaft steht wegen Covid-19 vor noch nie da gewesenen Herausforderungen. Entscheidungen werden immer zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger gefällt. Dabei wird genau abgewägt, welche Risiken für den Erhalt der Lebensqualität eingegangen werden müssen. Die Entscheidung, das Schlossbad in Heroldsberg dieses Jahr gar nicht zu öffnen, ist der Gemeinde sicherlich nicht leichtgefallen.
Die Bürgerinnen und Bürger haben seit März sehr diszipliniert die Einschränkungen durch die Corona-Krise hingenommen und sind dennoch an den Rand ihrer Belastbarkeit gekommen, insbesondere Familien mit Kindern. Zudem mussten sich viele von einem gewöhnlichen Sommer mit Reisen, Veranstaltungen, Festen etc. verabschieden. Für viele war die Freibadsaison ein Lichtblick im kommenden Sommer. Bevor die Landesregierung zur Öffnung der Freibäder in Bayern Stellung genommen hat, beschloss die Gemeinde Heroldsberg in einer nicht öffentlichen Sitzung das Schlossbad dieses Jahr gar nicht zu öffnen. Wir wissen, dass die Randbedingen zur Öffnung des Freibades sehr komplex sind. Dennoch halten wir den Beschluss der Gemeinde für vorschnell. Unserer Meinung nach wurden sehr viele Punkte nicht bedacht.
Viele werden auf die umliegenden Seen, auch ohne Badestrand, ausweichen. Dort kann die Einhaltung der Hygienemaßnahmen nicht kontrolliert werden. Das Baden in einem offenen Gewässer ist gefährlich und nicht immer kann die Sicherheit durch eine Badeaufsicht gewährleistet werden. Der Baggersee in Kleinsendelbach ist ein Beispiel dafür; man denke nur an zugeparkte Rettungswege, zugemüllte Ufer und an einen tragischen Badeunfall.
Seit März haben Vereine und Sportler nicht mehr die Möglichkeit in Schwimmbädern zu trainieren. Ebenso können Kinder aktuell keine Schwimmfähigkeiten erlernen und üben.
Die Landesregierung hat entschieden, dass ab dem 8. Juni die Freibäder nun wieder öffnen dürfen. Viele Schwimmbäder haben daraufhin ein Hygienekonzept vorgelegt. Beispielsweise wird in Nürnberg ein Slot-System eingeführt, womit in einem bestimmten Zeitblock eine gewisse Anzahl an Menschen ins Bad dürfen.
Wir wünschen uns, dass die Gemeinde Heroldsberg die Entscheidung einer kompletten Schließung noch einmal überdenkt und in einer offenen Sitzung den Bürgerinnen und Bürgern die Schwierigkeiten der Umsetzung ihres Hygienekonzepts darlegt. Am besten im Beisein der Bademeister sowie der Wasserwacht, da sie die Einhaltung dieses Konzepts kontrollieren. Es wäre schön, wenn die Möglichkeit bestände, die Meinungen der betroffenen Familien, Sportler und Vereine offen zu diskutieren.

Sonja Werner und Ute Ehrck (Mitglieder der Wasserwacht Heroldsberg)

Autor:

Ute Ehrck aus Heroldsberg

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