Drei Fragen an den Igensdorfer Kandidaten
Hier ist die Antwort
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In den Wochen bis zur Wahl wird das wochenblatt die Kandidaten vorstellen, die Landrat im Landkreis Erlangen-Höchstadt oder Forchheim oder Bürgermeister in Eckental, Heroldsberg oder Igensdorf werden wollen. Einen Überblick über die Parteien, Gruppen und Kandidaten veröffentlichte die Redaktion in Ausgabe 04/2026 auf Seite 14 sowie auf hier auf wochenklick.
Den Anfang machten vor zwei Wochen die Landratskandidaten, vergangene Woche kamen die Bewerberinnen und Bewerber um das Bürgermeisteramt in Eckental zu Wort: Sebastian Singer (CSU), Gerhard Wölfel (FW), Astrid Marschall (Grüne), Felix Zosel (UBE) und Sara Kircher (die Linke).
In dieser Ausgabe sind die Kandidaten für Heroldsberg und Igensdorf an der Reihe. Im Markt Igensdorf ist Edmund Ulm der einzige Kandidat, in Kalchreuth wird 2026 kein neuer Bürgermeister gewählt, weil Otto Klaußner erst vor zwei Jahren ins Amt kam.
Drei Fragen an den Igensdorfer Kandidaten
- Im Markt Igensdorf steht bei der Bürgermeisterwahl nur ein Name auf dem Stimmzettel – auch wenn es ein Freitextfeld gibt, in das Wähler eine andere „wählbare Person” hinzufügen und dieser Stimmen geben können. Wirkt sich diese „Alleinstellung” auf das Verhältnis zu Marktgemeinderat aus?
- Igensdorf muss eine stark gestiegene Kreisumlage verkraften. Welche Investitionen müssen dadurch auf den Prüfstand?
- Haben sich die bisherigen hohen Investitionen in die Lindelberg Kulturhalle als gerechtfertigt erwiesen – und sind weitere Investitionen für eine durch die Kommune finanzierte Gastronomieeinrichtung sinnvoll?
Edmund Ulm (CSU)
- Edmund Ulm, CSU
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Seit sechs Jahren ist der 1966 geborene Edmund Ulm aus Dachstadt Erster Bürgermeister des Marktes Igensdorf. Im Marktgemeinderat war er bereits seit 2010, seit 2013 ist er Ortsvorsitzender im CSU Ortsverband Igensdorf. Bis zur Wahl ins Bürgermeisteramt arbeitete der Familienvater in einem Industrieunternehmen, aktiv ist er nach wie vor, soweit es das Amt erlaubt, als Nebenerwerbslandwirt. Ehrenamtlich ist er zudem Vorsitzender des Soldaten- und Kameradenvereins Dachstadt und des Förderkreis zur ambulanten Haus- und Krankenpflege e.V.
Edmund Ulm antwortet:
- Das Verhältnis zum Marktgemeinderat ist als insgesamt sehr gut zu bezeichnen, auch die Zusammenarbeit im Rat als solches ist von gegenseitigem Respekt und einem Miteinander gezeichnet. Daher könnte ich nicht sagen, dass sich durch die „Alleinstellung“ irgendwas geändert hat oder noch ändert, zumindest für mich nicht ersichtlich.
- Es müssen alle Investitionen auf den Prüfstand. Unser eigentliches Problem sind nicht die Investitionen, sondern dass wir aus dem Ergebnishaushalt zu wenig Überschüsse generieren können: Neben Kreisumlage, Zins und Tilgung für Kredite gehen auch auch unsere freiwilligen Leistungen zu Lasten von Zuführungen in den Investiven Teil des Haushaltes. Somit sind Einsparmaßnahmen über den gesamten Haushalt zu diskutieren und umzusetzen. Aber ganz klar zu erklären ist, dass wir uns im Bereich der Trinkwasserversorgung keinerlei Aufschub leisten können, sondern weiter investieren müssen. Vor allem auch deshalb, damit wir die zugesagten Förderungen erhalten, sowie für den Wasserwerk-Neubau die Förderschwelle überhaupt erreichen. Zusätzlich haben wir aber auch weitere Pflichtaufgaben, die zu Investitionen führen, neben der Sanierung der St. Georgs Kita ist dies auch die Erweiterung der OGTS, die gestemmt werden muss. Dies alles würde weitere Kredite bedeuten, was uns aber die Kommunalaufsicht beim LRA nur unter strengen Auflagen genehmigt. Wobei ja der Kreishaushalt, sprich die hohe Kreisumlage, das eigentliche Problem ist.
- Die Investition in die LBKH war definitiv richtig, so konnten bereits wieder zahlreiche Veranstaltungen in einem tollen Rahmen und mit der zeitgemäßen Technik durchgeführt werden und so für viele Ehrenamtliche wieder ein Anlaufpunkt geschaffen werden. Auch die überörtliche Nutzung wird weiter zunehmen. Natürlich ist zu hinterfragen, inwieweit eine Kommune in einen Gastronomiebetrieb investieren soll und darf, hier sind wir noch in der Ideensammlung wie wir gemeinsam eine tragfähige Lösung finden, wieder eine Gastronomie in die LBKH zu bekommen, evtl. auch oder eher durch einen externen Investor, das Potential in der eher dünnen Gastro Landschaft des Marktes Igensdorf wäre auf jeden Fall vorhanden.
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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