Klassikfreunde dürfen sich am Samstag, 6. Juni, um 19 Uhr auf ein Cello-Konzert von Felix Thiedemann in der St.-Andreas-Kirche Kalchreuth freuen.
„Fantasia“ – der Titel dieses Soloprogramms verweist auf eine der ältesten und zugleich freiesten musikalischen Formen. Seit der Renaissance steht die Fantasie für das Spiel mit dem Unerwarteten, für eine Musik, die sich von formalen Konventionen löst und dem unmittelbaren Ausdruck, der inneren Stimme oder der improvisatorischen Geste folgt. In diesem Programm begegnen sich Werke aus über drei Jahrhunderten, verbunden durch ihre Suche nach klanglicher Freiheit, poetischer Tiefe und persönlichem Ausdruck. Es erklingen Capricen, Ricercari, Suiten und Fantasien – manche formal streng, andere radikal offen. Bekannte Namen wie Johann Sebastian Bach oder Benjamin Britten treffen auf weniger gespielte, aber nicht minder eindringliche Stimmen wie Berthold Hummel, Paul Ben-Haim oder Gabriel Koeppen. Einige Stücke erklingen vollständig, andere nur in einzelnen Sätzen – denn auch das Fragment, der Moment, das Unabgeschlossene gehört zum Wesen der Fantasie. Der Spannungsbogen dieses Abends entsteht nicht aus einem geschlossenen Zyklus, sondern aus dem Wechsel zwischen Epochen, Stilen und Stimmungen – von der barocken Klangrede bis zur modernen Klangfläche, vom klagenden Gesang bis zum tänzerischen Aufbegehren. „Fantasia“ ist eine Einladung: zum Lauschen, zum Träumen, zum Staunen. Gespielt werden u. a. Werke von G. Ph. Telemann, Paul Ben-Haim, J. S. Bach, B. Britten und A. Schnittke.
Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |