N-ERGIE zieht Bilanz
Rekord-Investitionen geplant
- Stellten ein gutes Jahresergebnis vor: Das N-ERGIE Vorstandsduo Magdalena Weigel und Maik Render.
- Foto: Simeon Johnke
- hochgeladen von Andreas Unbehaun
Die N-ERGIE blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück und stellt gleichzeitig die Weichen für künftige Großinvestitionen. Beim Jahrespressegespräch am Dienstag, 21. April 2026, präsentierten Vorstandssprecher Maik Render und Vorständin Magdalena Weigel die wichtigsten Kennzahlen sowie strategische Schwerpunkte.
Solides Ergebnis trotz rückläufiger Erlöse
Nach den von Krisen geprägten Vorjahren haben sich die Energiemärkte 2025 weitgehend normalisiert. In der Folge ging der Umsatz erwartungsgemäß zurück. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT) lag dennoch bei 161,0 Millionen Euro. Maßgeblich hierfür waren erfolgreich genutzte Marktchancen, insbesondere im deutschlandweiten Großkundengeschäft.
Von dem Ergebnis schüttet die N-ERGIE insgesamt 99,9 Millionen Euro an ihre kommunalen Anteilseigner aus. Der größte Anteil geht an die Städtische Werke Nürnberg GmbH (74,7 Millionen Euro), während die Thüga Aktiengesellschaft 25,2 Millionen Euro erhält.
Rekord-Investitionen und steigender Finanzbedarf
Ein Teil des Gewinns verbleibt im Unternehmen: 55,5 Millionen Euro werden zur Stärkung der Eigenkapitalquote einbehalten, die damit auf 27,4 Prozent steigt. Diese Mittel bilden die Grundlage für künftige Investitionen.
Mit erstmals über 300 Millionen Euro erreichte die N-ERGIE 2025 ein Rekordniveau bei den Sachinvestitionen. Schwerpunkte waren der Ausbau des Stromnetzes in der Region sowie Projekte zur Wärmewende in Nürnberg. In den kommenden Jahren wird der Finanzbedarf weiter steigen, etwa für neue Umspannwerke, stärkere Leitungsnetze und den Ausbau der Fernwärme.
Flexibilität als strategischer Schlüssel
Die Transformation der Energiewirtschaft stellt hohe Anforderungen an Unternehmen. Für die N-ERGIE wird Flexibilität zum zentralen Erfolgsfaktor in allen Geschäftsbereichen. Dazu zählen Investitionen in digitale Infrastruktur, modernisierte IT-Systeme und neue flexible Produkte.
Parallel treibt das Unternehmen Projekte wie den Smart-Meter-Rollout, flexible Netzanschlussmodelle und den Ausbau von Energiespeichern voran. Auch die Belegschaft spielt eine zentrale Rolle: Rund 2.700 Mitarbeitende gestalten die Transformation aktiv mit.
Blick nach vorn
Die Unternehmensführung sieht die N-ERGIE gut aufgestellt, um die Herausforderungen der Energiewende zu bewältigen. Gleichzeitig bleibt der Ausbau der Infrastruktur eine zentrale Aufgabe, die erhebliche Investitionen erfordert.
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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