Autobiographisches in der Poetischen Tafelrunde in Gräfenberg
Die Autorin und Märchensammlerin Nasrin Siege hat ihre Kindheit im Iran, ihre Jugend in Deutschland und ihre Erwachsenenzeit in Afrika verbracht. Am Sonntag, 21. Juni, um 16 Uhr liest sie im evangelischen Gemeindehaus in Gräfenberg aus ihrer Autobiografie. Sie blickt darin zurück auf Begegnungen und Freundschaften mit Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen, mit anderem Aussehen, anderem Glauben, anderen Sitten und Traditionen. Immer geht es ihr darum, im Fremden das Vertraute und Gemeinsame zu entdecken, im Trennenden die Gleichheit von Sorgen und Wünschen, von Leiden und Lieben.
Nasrin Siege ist 1950 in Teheran geboren, hat in Flensburg Abitur gemacht und in Kiel Psychologie studiert. Mit Mann und Tochter reiste sie 1983 erstmals nach Afrika. In Tansania, in Sambia, Madagaskar und Äthiopien engagiert sie sich seitdem in verschiedenen Hilfsprojekten für Kinder und Erwachsene und hat dazu den Verein „Hilfe für Afrika“ gegründet. Mit ihrer Arbeit entstanden zahlreiche in mehrere Sprachen übersetzte Bücher wie „Sombo, das Mädchen vom Fluss“ oder „Morgen kommt die Hyäne zum Essen“ sowie Sammlungen afrikanischer Märchen. Sie wurde u.a. mit dem „Two Wings Award“ (Österreich) und dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Der Eintritt ist frei.
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |