Die Lectio divina („göttliche Lesung“) hat eine große Tradition im Christentum. Besonders in den Klöstern wurde und wird die geistliche Schriftlesung seit Jahrhunderten gepflegt. Für die Gegenwart hat das katholische Bibelwerk seit 2010 eine Form der Lectio divina für Gruppen entwickelt, die das genaue Lesen des Bibeltextes verbindet mit einer Haltung, dass der biblische Text den Lesenden persönlich etwas zu sagen hat.
Die zwei Leseschlüssel „Ich lese den Text“ und „Der Text liest mich“ unterscheiden zuerst einmal das Bibellesen mit dem Verstand vom Lesen mit dem Herzen. Das ist hilfreich, um nichts in den Text hineinzulesen, was gar nicht dort steht. Zum genauen Bibellesen kommen bei einer Lectio divina Phasen der Stille für Gebet und Kontemplation hinzu.
Im April und Mai wird es ein Leseprojekt in der Friedenskirche geben. Am Donnerstag, 30. April, Dienstag, 12. Mai, und Donnerstag, 21. Mai, findet jeweils um 19 Uhr eine Lectio divina statt, die ca. eine Stunde dauern wird. Die einzelnen Abende sind in sich abgeschlossen. Man muss nicht immer kommen. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Alle, die lesen können, können auch Lectio divina!
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |