Feuerwehreinsatz in Kleingeschaidt
Stallbrand verhindert

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Für kurzzeitig erhöhten Puls bei einer Vielzahl von Einsatzkräften im östlichen Landkreis sorgte in den frühen Abendstunden an Christi Himmelfahrt die Alarmmeldung "Brand einer Scheune in Großgeschaidt". Und tatsächlich wies kurze Zeit später eine weithin sichtbare Rauch- und Dampfsäule auf der Anhöhe zwischen Eckental und Heroldsberg den anrückenden Feuerwehren den Weg. Genauso schnell, wie sie entstanden war, war sie dann allerdings auch schon wieder verschwunden, denn durch die schnellen und effektiven Erstmaßnahmen der Landwirtsfamilie und der ersteintreffenden Wehren aus Klein- und Großgeschaidt konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden, noch bevor er sich in dem großen, voll belegten Rinderstall hatte aus-breiten können.

Entstanden war das Feuer in einer automatischen Verteilanlage für Stroh, das sich darin aus noch unbekannter Ursache entzündet hatte und durch das Gebläse brennend im Stall verteilt wurde. Dem Landwirt, der sofort einen Wasserschlauch parat hatte, konnte die Flammen bis zum Eintreffen der Feuerwehren im Griff halten, das Gebläse abstellen und im weiteren Verlauf die Einsatzkräfte dann auch tatkräftig unterstützen, um auch das innerhalb der Anlage brennende und glimmende Stroh schnell ablöschen. Mit einem zur Verfügung stehenden Radlader wurde das Vorratssilo der Anlage innerhalb kürzester Zeit geleert und das darin befindliche Stroh, das ebenfalls bereits Feuer gefangen hatte, durch die Wehren aus Klein- und Großgeschaidt im Freien abgelöscht. Mit einer Wärmebildkamera wurden danach letzte Glutnester gesucht und der Löscherfolg dokumentiert.

Nachdem sich ein sehr schneller Einsatzerfolg zeigte und keine Menschen oder Tiere mehr in Gefahr waren, wurden die weiter alarmierten Fahrzeuge aus Brand, Heroldsberg, Oberschöllenbach und Unterschöllenbach, die Unterstützungsgruppe "Feuerwehr-Einsatzleitung" aus Eschenau sowie der THW-Fachberater aus Brand zunächst in einen Bereitstellungsraum am Ortsrand beordert bzw. konnten die Einsatzfahrt abbrechen. Lediglich das Tanklöschfahrzeug aus Heroldsberg und das Löschgruppenfahrzeug der FF Brand mit ihren größeren Wassertanks sowie der ein Fahrzeug der Feuerwehr Heroldsberg wurden dann noch zur Sicherstellung der Wasserversorgung bzw. zur Führungsunterstützung direkt an die Einsatzstelle geholt. Ein Notarzt und der Rettungsdienst standen vorsichtshalber an der Einsatzstelle zur Absicherung bereit.

Seitens der Kreisbrandinspektion kam dann auch nur KBI Stefan Brunner an die Brandstelle, um ebenso wie Kommandant. Timo Bachhiesl aus Heroldsberg den örtlich zuständigen Kommandanten und Einsatzleiter, Marcel Lindig, zu beraten und zu unterstützen: Analog wie den Feuerwehren, die zur Zeit pandemiebedingt vorsichtshalber nur mit reduzierten Besatzungen ausrücken, wird auch im Einsatzführungsdienst des Landkreises darauf geachtet, dass sich aktuell nicht mehr Kräfte als unbedingt notwendig an der Einsatzstelle aufhalten, um zu vermeiden, dass diese unter Umständen infektionsbedingt ausfallen. Trotzdem ist es natürlich immer noch ein ungewohntes Bild, die Feuerwehrleute, das Rettungsdienstper-sonal und die Polizei am Schadensort alle maskiert zu sehen - und, am Rande bemerkt: Auch die Landwirtsfamilie trug selbst in dieser Ausnahmesituation vorbildlich ihren Mundschutz.

Beamte der Polizeiinspektion Erlangen-Land nahmen unmittelbar danach die Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe auf, die aufgrund der schnellen Reaktionen aller Beteiligten in einem wohl überschaubaren Rahmen gehalten und der Stall gerettet werden konnte, so dass er weiter genutzt werden kann.

Bericht / Bilder: KBI S. Brunner, Pressestelle Kreisbrandinspektion ERH

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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