„Alt-” nur als Ehrentitel
Johannes Schalwig ist jetzt „Altbürgermeister”

Am Freitag, 2. Oktober 2020, bekam Johannes Schalwig von seinem Nachfolger Jan König die Urkunde im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit Gemeinderäten und Angelika Schalwig im Foyer des Rathauses überreicht.
  • Am Freitag, 2. Oktober 2020, bekam Johannes Schalwig von seinem Nachfolger Jan König die Urkunde im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit Gemeinderäten und Angelika Schalwig im Foyer des Rathauses überreicht.
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Im Frühjahr endete für Johannes Schalwig die zwölfjährige Amtszeit als Erster Bürgermeister des Marktes Heroldsberg. Im Juli hat der neu gewählte Gemeinderat einstimmig beschlossen, ihm den Ehrentitel „Altbürgermeister“ zu verleihen.

Heroldsbergs Bürgermeister Jan König betonte, dass man Johannes Schalwig im Frühjahr gerne gebührend verabschiedet hätte – und nicht vorläufig „zum Seiteneingang“, was duch die Corona-Pandemie aber nicht zu vermeiden war. Aus gleichen Gründen habe man aktuell darauf verzichtet, die Vorgänger Melitta Schön und Georg Raab einzuladen, was man aber zu gegebenem Anlass nachholen wolle.
Als langjähriger kommunalpolitischer Weggefährte blickte Eberhard Brunel-Geuder auf den Werdegang des neuen Altbürgermeisters zurück. Aufgewachsen in Adelsdorf als Sohn eines Apothekers, studierte Johannes Schalwig ebenfalls Pharmazie, heiratete die Mitstudentin Angelika und engagierte sich bereits nebenbei in der Lokalpolitik für die CSU. 1980 zog die Familie nach Heroldsberg, wo das Paar die Sonnen-Apotheke übernahm – zunächst vorübergehend und schließlich, weil man sich hier so wohl fühlte, auf Dauer.
Bei den Kommunalwahlen 1984 wurde Johannes Schalwig erstmals auf Anhieb in den Gemeinderat gewählt und alle sechs Jahre mit sehr guten Ergebnissen bestätigt. Über mehrere Perioden war er Mitglied im Bauausschuss und 2002 wurde er 2. Bürgermeister. 2008 eroberte er das Bürgermeisteramt für die CSU, 2014 wurde er im Amt bestätigt und zudem in den Kreistag gewählt.
Somit trug Johannes Schalwig insgesamt 36 Jahre kommunalpolitische Verantwortung für den Markt Heroldsberg: ehrenamtlich als Mitglied des Marktgemeinderates und jeweils sechs Jahre als 2. Bürgermeister sowie als Kreisrat, hauptberuflich 12 Jahre als Erster Bürgermeister.
In dieser Zeit engagierte er sich für Projekte wie Bürgerzentrum und Rathaus, Gräfenbergbahn, Schlossbad, Gründlachtal, Ortsumgehung, Gründlachhalle und Weißes Schloss, Abwasserentsorgung nach Nürnberg sowie Wasserversorgung. Dabei lag ihm die finanzielle Konsolidierung der Gemeinde besonders am Herzen. Johannes Schalwig unterstützte auch die musische und kulturelle Entwicklung, unter anderem als Mitglied und langjähriger 2. Vorsitzender der Kulturfreunde Heroldsberg. Für seine Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung wurde er im vergangenen Jahr mit der kommunalen Verdienstmedaille in Bronze ausgezeichnet.
Den Privatmenschen Schalwig charakterisierte Brunel-Geuder als Musikliebhaber und Chorsänger, als Marathonläufer, als weit gereisten Weltbürger, als passionierten Hobby-Koch sowie als Familienmensch, der seit 42 Jahren augenscheinlich glücklich verheiratet und stolz auf die beiden Töchter und die vier Enkelkinder ist. Mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn sei er in der Sache oft hart, aber „immer sehr fair“.Als Anspielung auf das zähe und vergebliche Ringen um die östliche Umgehung erklärte Jan König Johannes Schalwig im Scherz zum Lepidopterologen, einem Schmetterlingskundler. Denn das Vorkommen eines seltenen Falters namens Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling an der geplanten Trasse habe ihn bis 2015 viel Zeit und Nerven gekostet. Auf die realisierten und angeschobenen Projekte aber könne er stolz sein.

Johannes Schalwig bedankte sich herzlich bei den Mitgliedern des Marktgemeinderates, bei seiner Gattin Angelika, bei den Mitarbeitern der Verwaltung und bei der Formation Herobrass, die aus dem Treppenhaus die Feierstunde musikalisch umrahmte. Er sei 12 Jahre lang immer gerne ins Rathaus gegangen Dank der netten Mitarbeiter und Kollegen und habe dank des Austauschs mit Ehefrau Angelika abends immer Ruhe finden können.

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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