6. DIGITALE, DIALOGISCHE VORLESE-/ERZÄHLSTUNDE FÜR KIGA-KINDER, ALLE KINDER, ELTERN, GROSSELTERN, ALLE INTERESSIERTE U.A. JUNGGEBLIEBENE
PFINGSTFERIEN: MAX UND OLLI GEHEN EINKAUFEN IM DORFLADEN / WAS WAR PFINGSTEN LOS?

ein Symbol für Pfingsten: Pfingstrosen mit Tulpe, gemalt von Nune, 10 Jahre
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  • ein Symbol für Pfingsten: Pfingstrosen mit Tulpe, gemalt von Nune, 10 Jahre
  • Foto: M.Schi.
  • hochgeladen von Annegret Schildknecht

Liebe Kinder, Eltern, Großeltern, vielseitig Interessierte und andere Junggebliebene,

herzlich willkommen zu unserer 6. digitalen, dialogischen Vorlese- und Erzählstunde für ALLE.
Wegen des Corona-Virus können wir uns leider immer noch nicht im evangelischen Kindergarten Eckenhaid treffen. Daher muss es auch jetzt wieder ohne mich gehen und die Eltern, Großeltern oder andere liebe Menschen sind gefragt, den Kindern vorzulesen, sie erzählen zu lassen und ihre Fragen zu beantworten. Aber sie sind es auch, die sich über die Gedanken und Emotionen der Kinder freuen dürfen.

Zu Beginn verteile ich diesmal in Gedanken die beliebten Kuscheltiere, wobei der Plüschhund mit Namen Keks immer alle fünf Minuten in andere Kinderhände wandert, weil jedes Kind gerade ihn besonders liebt und in den Arm nehmen möchte. Aus diesem Grund habe ich jetzt noch einen zweiten Keks besorgt und so kann die Kuscheldauer mit den beiden "Keksen" in Zukunft für jedes Kind auf etwa zehn Minuten verlängert werden.
Zur Erinnerung hier der Refrain unseres Begrüßungslieds im evangelischen Kindergarten Eckenhaid zum Rappen: „Wir sind viel unterwegs, Eckental ist ja so bunt. Alle sagen: da kommen die Kindergartenkinder, und jetzt geht’s rund!“

Ja, und jetzt geht’s rund bei uns und wir beginnen mit unserer Vorlese- und Erzählstunde mit Kopfkino.
Grundlage ist ein neues Buch, das gerade erst erschienen ist: „Pit und Pelle gehen einkaufen“, Peter Hammer Verlag.
Ich erzähle nun die Geschichte etwas abgeändert. Da meine Vorlesekinder es lieben, wenn ich die Namen in den Geschichten, die ich vorlese/erzähle, umändere auf ihren eigenen Namen, so heißen jetzt die beiden Brüder, die zusammen einkaufen gehen dürfen, nicht Pit und Pelle sondern Max und Olli. Und sie gehen einkaufen im Dorfladen in Eckental und sie kaufen fränkische Spezialitäten ein.
Nun, Kinder, hört alle zu, stellt zwischendurch Fragen und schaltet euer Kopfkino ein mit eurer Phantasie und euren eigenen Bildern, denn die schönen Bilder im Buch kann ich euch jetzt leider nicht zeigen:
Die Brüder Max und Olli haben Pfingstferien. Ihre Mama ist der Meinung, dass sie beide zusammen groß genug sind, um auch schon mal hier und da im Haushalt zu helfen. Das machen sie auch gern, besonders wenn alles gut klappt und sie hinterher gelobt werden: die beiden räumen ihr Zimmer auf, helfen beim Wäscheaufhängen … und einmal haben sie sogar den Fußboden in der Küche gewischt. Aber das durften sie nur das eine Mal. Sie hatten nämlich das gelbe Putzmittel mit dem süßen Zitronensirup verwechselt und so war das Wischwasser ziemlich klebrig. Wenn man anschließend über den Küchenboden gelaufen ist, musste man aufpassen, dass die Pantoffeln nicht hängenbleiben. Ihre Mama fand das gar nicht sooo lustig, als sie durch die Küche gelaufen ist und ihre Pantoffeln auf dem Fußboden festklebten und sie auf Socken auf dem klebrigen Schmier weiterlaufen musste.
Liebe Kinder, stellt euch jetzt mal vor, wie das ausgesehen hat … und wie die Mama von Max und Olli geguckt hat! … Und wie Max und Olli das peinlich war … und wie die beiden betroffen geguckt haben. … Und wie sie dann alle miteinander ganz laut lachen mussten.
Am Samstagmorgen vor Pfingsten sagte der Papa nach dem Frühstück, dass Max und Olli heute den Einkauf mal allein machen könnten. Es fehlten ja nur noch ein paar Sachen für das Abendessen. Ihre Mama hat nicht sehr überzeugt geguckt, aber ihr Papa hat trotzdem einen Einkaufszettel für die Kinder geschrieben mit vier Sachen zum Abendessen und noch ein paar anderen wichtigen Dingen, die für das Pfingstwochenende gebraucht wurden. Da beide noch nicht lesen können, hat ihr Papa neben alles eine kleine Zeichnung gemacht. Dann bekam jeder eine Einkaufstasche in die Hand und einer bekam den Geldbeutel.
Und dann sind Max und Olli losgegangen. Einmal um die Ecke, dann geradeaus, dann nochmal um die Ecke und schon waren sie an dem kleinen Dorfladen angelangt, in dem man fast alles kaufen kann. Die Kinder haben sich einen Einkaufswagen genommen, Olli hat sich reingesetzt und Max hat den Wagen an den Regalen vorbeigeschoben. Sie haben alles allein gefunden, nur ein paarmal mussten sie eine der netten Verkäuferinnen fragen und sie um Hilfe bitten. Aber außer den Sachen, die auf der Liste standen, haben sie noch ein paar Dinge mehr in den Wagen getan, denn nach ihrer Meinung hatte ihr Papa manche wichtigen Sachen vergessen aufzuschreiben. Zum Beispiel fehlten Schokolade und Gummibärchen. Aber zum Glück ist das den beiden Kindern sofort aufgefallen. Außerdem fehlten noch Puddingpulver, Krapfen und Knieküchle, gebratene Nürnberger Würstchen, und Klopapier fehlte auch, das ist nämlich oft alle, wenn Papa und Mama mal wieder vergessen haben, rechtzeitig welches zu kaufen.  -  In letzter Zeit, seit der Corona-Krise, wird ja auch so viel über Klopapier geredet und darüber, dass es vielleicht knapp werden könnte, und schließlich braucht man es doch jeden Tag.  -  Und ein paar Glühbirnen haben die Kinder auch noch gekauft. Die standen zwar auch nicht auf der Einkaufsliste, aber es könnten ja mal mehrere kaputtgehen. Max und Olli hätten auch gern noch ein kleines Zelt gekauft, für den Fall, dass ihre Oma sie im Sommer besuchen kommt und Lust hat, auf dem Balkon oder im Garten zu schlafen. Oder falls die Oma in ihrem Kinderzimmer schlafen möchte und sie beide ins Zelt gehen. Aber ein Zelt haben sie in dem ganzen Laden nicht gefunden. Da konnte ihnen auch eine der netten Verkäuferinnen nicht weiterhelfen, denn im Dorfladen gibt es überhaupt keine Zelte zu kaufen.
Dann sind sie mit dem Einkaufswagen zur Kasse gefahren und haben bezahlt. Im Geldbeutel, den ihnen ihr Papa mitgegeben hatte, war danach nicht mehr viel Geld übrig. Dann haben sie die Sachen eingepackt und den Einkaufswagen an seinen Platz draußen vor der Eingangstür zurückgestellt.
Fragen an die Kinder: Hättet ihr das alles auch so gemacht? … Was hättet ihr anders gemacht? … Und warum?
Dann machten sich Max und Olli auf den Nachhauseweg, aber die Taschen waren ihnen viel zu schwer. Sie stellten sie auf den Boden und Olli meinte, es wäre doch unlogisch, wenn sie das Abendessen erst vom Geschäft nach Hause tragen und danach dort essen würden. Sie könnten es doch besser gleich hier vor dem Geschäft auf der Bank essen. Und das taten sie dann auch und schon hatten sie eine Tasche weniger nach Hause zu tragen. Aber die Taschen waren immer noch viel zu schwer für die beiden Kinder. Da die Kartoffeln von allem am schwersten waren, schlug Max vor, sie in dem kleinen Beet am Bürgersteig in der Nähe des Geschäfts zu verbuddeln. Und da sie beide wussten, dass, wenn man Kartoffeln gut verbuddelt, daraus noch viel mehr Kartoffeln wachsen, fanden sie den Gedanken, nach einiger Zeit wiederzukommen und dann ganz viele Kartoffeln zu ernten, sehr gut. Einer von den beiden hatte sogar mal im Fernsehen gesehen, wie man das macht, oder im Kino in einem Film, und der andere hatte in einem Buch gesehen, wie das geht.
Also buddelten sie die Kartoffeln, die Pfingstsonntag zum Spargel gegessen werden sollten, in die Erde ein. Aber danach waren die Taschen immer noch ein bisschen zu schwer. Zum Glück kamen in dem Moment zwei Freunde aus dem Kindergarten um die Ecke gebogen, der Moritz und die Talea. Die waren gleich bereit zu helfen, dass die Einkaufstaschen leichter wurden. Moritz hatte besonders viel Appetit und dann aßen alle zusammen die Schokolade, die Krapfen, die Knieküchle, die Gummibärchen und dann auch noch die gebratenen Nürnberger Bratwürstchen. Olli und Max fanden, dass sie da richtig Glück gehabt hatten, dass ihre Freunde Moritz und Talea dazugekommen waren und ihnen geholfen hatten, dass die Einkaufstaschen leichter wurden.

Als Max und Olli nach Hause kamen, haben ihre Mama und ihr Papa bereits auf sie gewartet und sich auch schon Sorgen gemacht. Als die Eltern dann die ganze Geschichte hörten, haben sie zwar nichts gesagt, und auch gar nicht geschimpft, aber sie haben doch ziemlich komisch und verständnislos geguckt. Max und Olli tauschten Blicke untereinander aus und waren sich auch ohne Worte einig, dass es manchmal schwierig ist mit ihren Eltern, weil sie nämlich manchmal Probleme haben, die Dinge zu kapieren. Dann haben die Eltern in die Einkaufstaschen geschaut und gesehen, das nicht mehr viel zum Essen übrig geblieben war. Dabei haben sie auch die vielen Glühbirnen und das viele Klopapier gesehen, aber das hat ihnen keine Angst gemacht, denn diese Dinge braucht man ja schließlich immer.
Max und Olli haben dann noch angeboten, dass sie das Einkaufen jetzt öfter übernehmen könnten, aber ihre Mama hat nicht so begeistert geguckt und gemeint, es wäre ihr lieber, wenn sie ihr Zimmer öfter aufräumen oder auch die Wäsche aufhängen würden. Dann hat sie die beiden Kinder ins Bett gebracht und ihnen noch einen ganz lieben Gutenachtkuss gegeben. Dabei hat sie gelächelt … aber sie hat auch ganz leicht geseufzt.
Und Max und Olli, die waren beide richtig müde, denn so ein Einkauf mit allem Drum und Dran ist doch ziemlich anstrengend. Und sie sind dann auch sofort eingeschlafen.
Frage an die Kinder: Was meint ihr, waren die Mama und der Papa von Max und Olli zufrieden mit dem Einkauf ihrer Kinder? … Was hat den Eltern nicht so gut gefallen?
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Am nächsten Morgen, das war Pfingstsonntag, haben die Eltern von Max und Olli ihnen nach dem Frühstück etwas über Pfingsten erzählt und dazu bunte Bilder in einer Kinderbibel gezeigt:
Ostern hatte Jesus nach seiner Auferstehung zu seinen Jüngern gesagt, dass sie in die Welt hinausgehen und allen Menschen von ihm erzählen sollen. Himmelfahrt ging er mit ihnen auf den Ölberg, wo er ihnen sagte, dass sie ihn jetzt zum letzten Mal sehen und dass er jetzt zu seinem Vater im Himmel, zu Gott, geht. Und dass er ihnen den Heiligen Geist schicken wolle, der ihnen Kraft und Mut gibt. Dann nahm ihn eine Wolke auf und Jesus war nicht mehr zu sehen. Danach gingen die Jünger nach Jerusalem zurück und blieben dort zusammen und warteten, was geschehen würde.
Zehn Tage nach Himmelfahrt war das Pfingstfest. Viele Leute aus vielen fremden Ländern waren nach Jerusalem gekommen und versammelten sich dort zum gemeinsamen Gebet. Da brauste auf einmal ein Sturm vom Himmel und man sah Feuerflammen, die sich auf den Köpfen der Jünger als kleine Flammen niederließen. Die Jünger waren erfüllt vom Heiligen Geist, den man nicht sehen kann, der aber von Künstlern auf Gemälden und in Kirchenfenstern oft als weiße Taube dargestellt wird. Die Jünger begannen, Gottes große Taten zu preisen und von Jesus zu erzählen. Die Menschen liefen zusammen und sie staunten, denn jeder hörte die Jünger in seiner eigenen Sprache reden und Alle konnten verstehen, was die Jünger sagten. Das konnten sich die Menschen nicht erklären. Da trat Petrus vor und sagte: „Jetzt geht in Erfüllung, was Gott versprochen hat. Jesus hat uns den Heiligen Geist geschickt und der legt uns die Worte, die ihr alle verstehen könnt, in den Mund. Kommt und lasst euch taufen und seid eine große Gemeinde! Jesus schenkt euch FRIEDEN!“ Viele Menschen kamen, ließen sich taufen und sie hielten wie eine große Familie zusammen.
Frage an die Kinder: Wer möchte dazu etwas fragen oder erzählen von seinen Gedanken und seinen Erlebnissen?

Liebe Kinder, Eltern, Großeltern, alle anderen Interessierte und Junggebliebene,
ich wünsche Allen viel Freude miteinander beim Bilderbücher anschauen, Geschichten vorlesen und erzählen, heute, morgen und an jedem anderen Tag!
Ich freue mich auf unser nächstes Wiedersehen und Wiederhören!
Bleibt alle gesund und fröhlich!
Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen
Ihre/Eure Annegret Schildknecht / intern genannt Frau Vorlesefrau

Hinweis: Der obige Beitrag kann auch auf der Homepage der Friedenskirche Eckenhaid, Kindergarten Aktuell, eingesehen werden.

Alle Beiträge zu meinen digitalen Vorlesestunden für Jung und Alt finden Sie hier

Autor:

Annegret Schildknecht aus Eckental

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