#2. VIDEO-VORLESESTUNDE ZUR ADVENTSZEIT
"E-MAIL FÜR OMA" oder "DER COMPUTER: EINE VERBINDUNG ZWISCHEN JUNG UND ALT" - Eine weihnachtliche Geschichte für ALLE, von 4 bis Unendlich!

Große Freude über lieben Besuch - das ist besser als jede E-Mail!
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  • Große Freude über lieben Besuch - das ist besser als jede E-Mail!
  • Foto: M.Schi.
  • hochgeladen von Annegret Schildknecht

Liebe Leser, Vorleser, Zuhörer und ZUSCHAUER,
herzlich willkommen zu meiner 2. VIDEO-Vorlesestunde in der Adventszeit, für Klein und Groß, von 4 bis Unendlich! Gern möchte ich ALLE mit einer warmherzigen, berührenden weihnachtlichen Geschichte erfreuen, die Hoffnung macht.

Für den Fall, dass die technischen Voraussetzungen zum Hören und Sehen des Videos im Internet noch nicht überall gegeben sind und mancher vielleicht den Text "Schwarz auf Weiß" haben möchte, folgt hier nach dem VIDEO die von mir nacherzählte Fassung der Geschichte „E-Mail für OMA“ von Carolin Philipps in Schriftform zum Lesen, Vorlesen und Zuhören sowie im Anhang einige textunterstützende Fotos zum Anschauen und zum Erinnern an eigene Erlebnisse.

UND JETZT GEHT'S LOS!

E-MAIL FÜR OMA
Alle in Michaels Klasse hatten eine OMA, nur Michael nicht. Aber er hätte auch gern eine gehabt. Gerade jetzt, kurz vor Weihnachten, war eine OMA unbezahlbar.
Sein Freund Moritz bekam von seiner OMA immer viele Wünsche erfüllt – manchmal zum Entsetzen der Eltern. Und Michael hatte auch jede Menge Wünsche, die ihm seine Eltern nicht erfüllen konnten, aber er hatte leider keine OMA, die hätte einspringen können. Es gab da zwar einen Opa, den Vater von seiner Mutter, aber den mochte Michael nicht so gern und er hätte ihn lieber gegen eine nette OMA eingetauscht, wenn das möglich gewesen wäre. 
Dann überlegten die beiden Freunde, ob sie vielleicht eine OMA mieten könnten, nur so für Weihnachten, für die Geschenke, und sie kamen auf die Idee, eine Anzeige ins Internet zu stellen mit der Überschrift „Suche OMA!“.
Aber den Gedanken gaben sie schnell wieder auf, denn … welche OMA surft im Internet?? Moritz OMA strickte zwar tolle Pullover und malen konnte sie auch ganz gut, aber mit dem Computer und dem Internet wollte sie nichts zu tun haben.
Michael hatte sich schon fast mit dem Gedanken abgefunden, dass er nicht mehr rechtzeitig vor Weihnachten eine OMA finden würde, als ihm der Zufall zu Hilfe kam.
Er hörte, wie seine Eltern sich unterhielten, es ging um Papas Mutter, die krank geworden war und Mama sagte zu Papa, dass er sie doch mal wieder besuchen oder doch wenigstens anrufen solle. Aber sein Papa war nicht begeistert von dem Vorschlag, und Mama sagte noch in einem eindringlichen Ton: „Vielleicht wartet sie, dass du dich meldest. Sie ist doch deine Mutter!“. Was sein Vater dann darauf sagte, das konnte Michael nicht mehr hören.

Michael konnte es kaum glauben. Er hatte also eine OMA! Er hatte nur nichts davon gewusst. Ein ziemlicher Zorn auf seine Eltern stieg in ihm auf und er konnte nicht verstehen, warum sie ihm nichts von seiner OMA erzählt hatten.
Und dann überlegte er: Wenn sein Vater seit Jahren keinen Kontakt mehr zu seiner Mutter hatte, dann würde er ihn auch jetzt nicht suchen, soviel hatte er dem mitgehörten Gespräch entnommen. Ihm wurde klar, dass er die Sache selber in die Hand nehmen musste.
Er nahm das Telefonbuch und suchte nach ihrem Familiennamen, denn die Mutter von seinem Vater musste ja den gleichen Nachnamen haben. Dreimal gab es ihren Namen „Brammauer“ im Telefonbuch, darunter einmal mit dem Vornamen einer Frau „Marta“. Das konnte wohl seine OMA sein.
Michael wählte die Telefonnummer und es meldete sich eine Frau. Er fragte „Haben Sie einen Sohn mit Namen Hans?“ Als die Frau „Ja“ sagte, wünschte Michael ihr im Namen seines Vaters gute Besserung, denn der habe gehört, dass sie krank sei. Die OMA war sprachlos und Michael legte ganz schnell den Telefonhörer auf.
Anschließend ging er zu dem Haus, in dem seine OMA laut den Angaben im Telefonbuch wohnte. Als er gerade klingeln wollte, hörte er Geräusche, lief schnell ein Stockwerk höher und sah von dort, wie sie aus der Wohnungstür kam. Michael folgte ihr bis zum Jugend- und Seniorentreff im Gemeindehaus
- Anmerkung von mir: Heute gibt es in manchen Städten und Gemeinden als zwangloser Treffpunkt für Jung und Alt sogenannte Mehrgenerationenhäuser als Kinder-Jugend- bis Seniorenzentrum -
und von draußen sah er, dass sie dort vor einem Computer saß und sich von einem jungen Mann, Michael  kannte ihn von seiner Schule, den Computer und das Internet erklären ließ. Dann hörte er durch das geöffnete Fenster, dass sie eine E-Mail-Adresse hatte und dass sie nun mit dem Computer E-Mails verschicken wollte. Aber der junge Mann sagte ihr, dass sie erst noch ein wenig üben müsse.
Michael lief schnell nach Hause, setzte sich gleich an seinen Computer und schrieb der OMA eine E-Mail an ihre E-Mail-Adresse, die er sich gemerkt hatte.

„Liebe OMA!“, schrieb er. „Du kennst mich nicht, aber ich habe dich vorhin gesehen. Schreib mir mal! Michael!“.
Seine OMA antwortete ihm sehr schnell und das war der Anfang einer wunderbaren E-Mail-Freundschaft. Täglich gingen etliche E-Mails hin und her, in denen er ihr von seinen Eltern und von seinen Freunden und von der Schule erzählte und sie schrieb, dass sie ihn gerne sehen wolle.
„Warum kenne ich dich nicht?“, wollte Michael wissen. Dazu wollte sie aber nicht viel erzählen. Nur soviel, dass sie und ihr Sohn Hans, Michaels Vater, sich vor vielen Jahren so heftig gestritten hatten, dass keiner mehr mit dem anderen reden wollte. Beide waren zu starrköpfig, um den ersten Schritt zur Versöhnung zu tun. „Das liegt bei uns in der Familie. Daran kann man nichts ändern“, schrieb die Oma.
Michael sah das anders und beschloss, diese blöde Familientradition zu beenden und seine OMA einfach zu besuchen. Das war der Anfang einer sehr schönen und abwechslungsreichen Vorweihnachtszeit. Seine OMA konnte zwar weder Kekse backen noch schöne Pullover stricken, aber sie hatte jede Menge ZEIT für Michael, wenn er sie besuchte. Dann ging er zusammen mit seiner OMA auf die Weihnachtsmärkte in der Stadt und sie gingen auch auf die Schlittschuhbahn, wo Michael erstaunt feststellte, dass seine OMA zwar nicht so schnell fuhr wie er, aber genauso sicher auf den Beinen stand.
Daran, seine Weihnachtswunschliste bei ihr abzugeben, hatte er gar nicht mehr gedacht, bis ihn sein Freund Moritz - der war ziemlich geschäftstüchtig - danach fragte. Und Moritz fragte auch, ob Michaels OMA denn wenigstens Geld hätte, um tolle Geschenke für ihn zu kaufen. Michael musste lachen und zuckte nur mit den Schultern und sagte „Keine Ahnung. Aber, was viel wichtiger ist, sie hat ZEIT, sie hat echt viel ZEIT für mich … und ...  ich merke, dass sie mich lieb hat! Ja, da ist ganz viel LIEBE zwischen uns!“. Moritz wurde nachdenklich und war tief beeindruckt von dieser Antwort.

Kurz vor Weihnachten verstauchte sich Michael den Fuß und schrieb seiner OMA in einer E-MAIL, dass er deswegen nicht mehr vor Weihnachten zu ihr kommen könne und sie sich auch wohl erst im neuen Jahr wiedersehen könnten. Er war sehr traurig darüber und seine OMA war auch sehr traurig und sie war auch besorgt. In dem Moment kam sein Vater in sein Zimmer und sagte ihm, dass der Moritz, sein Freund, ihn am Telefon sprechen möchte.
Als Michael dann wieder in sein Zimmer zurückkam, da war sein Computer ausgeschaltet.
Das hatte wohl sein Vater gemacht und Michael ärgerte sich sehr darüber. Das hatte er gar nicht gern, wenn seine Eltern in seiner Abwesenheit an seinen Computer gingen. Dann ging er ins Wohnzimmer zurück und wollte seinen Vater darauf ansprechen, aber der saß sehr nachdenklich in seinem Sessel und hörte ihm nicht zu. Michael wunderte sich, dass sein Vater so nachdenklich vor sich hin schaute und auch die nächsten Tage sehr wenig mit ihm und der Mutter redete und Michael machte sich schon Gedanken, ob er irgendwas angestellt haben könnte. Aber diesmal fiel ihm nichts, aber auch gar nichts ein, was er angestellt haben könnte.

Dann, ein paar Tage vor Weihnachten, Michael war in seinem Zimmer und wollte gerade seinen Computer anschalten, kam sein Vater zu ihm. Er stand etwas verlegen in der Tür und Michael schaute ihn fragend an. Dann sagte der Vater:
„Wenn du deiner OMA eine E-Mail schreibst, dann sag ihr, dass ich dich morgen zu ihr fahre. Als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.“ Michael schrieb sofort eine E-Mail an seine OMA und teilte ihr das mit.
Diesmal dauerte es etwas länger als sonst, bis OMAs Antwort kam. Sie bestand auch nur aus wenigen Worten: „Lieber Michael, hat dein Vater, mein Sohn Hans, auch eine E-Mail-Adresse?“.
Michael war überglücklich! Jetzt würde alles wieder gut werden! 
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LIEBE KINDER UND ALLE INTERESSIERTEN, KLEIN UND GROSS, von 4 bis Unendlich, 
bleibt/bleiben Sie alle gesund! und .......  voller Freude! in der Adventszeit
und voller Vorfreude! auf Weihnachten!
"Sternstunden"  und  "Freude für ALLE"  und andere regionale  "Weihnachtswunder-Experten", die sogar außergewöhnliche Wünsche wahr werden lassen, das alles gibt es immer wieder, aber......wenn man das Glück hat, dass sie einem begegnen, dann muss man sie auch sehen und auch selber mithelfen!
Ich wünsche uns ALLEN offene Augen und offene Ohren, dass wir unseren Nächsten sehen und ihm zuhören, und offene Herzen, dass wir ihn mitnehmen ins allgemeine soziale Miteinander, wenn möglich auch in ein Mehrgenerationenhaus, einem zwanglosen Treffpunkt in der Gemeinde für ALLE, ALT und JUNG. .....
So ein Mehrgenerationenhaus, also ein Kinder-Jugend- bis Seniorenzentrum, als Treffpunkt für ALLE zum miteinander spielen, toben, miteinander reden über Gott und die Welt, singen, tanzen, lesen, am Computer etwas Neues voneinander lernen, Vorlesestunden besuchen, Musik, Vorträge hören ... und vieles andere mehr, das wäre zum Beispiel so ein außergewöhnlicher Wunsch. .....  
Wünsche haben und auf Erfüllung hoffen, das kann man immer, aber man kann auch selbst etwas dafür tun, dass die Wünsche Realität werden.
Ade und Tschüss!
Eine schöne, hoffnungsfrohe Adventszeit und viel Freude im MITEINANDER und FÜREINANDER mit ALLEN MITTENDRIN! das wünscht allen Lesern, Vorlesern, Zuhörern und Zuschauern
Eure/Ihre Annegret Schildknecht

Hinweis:
Meine digitalen Vorlesestunden und meine Video-Vorlesestunden für Jung und Alt und alle Interessierten als Ersatz für coronabedingt nicht mögliche Präsenz-Vorlesestunden sindhier
(bitte anklicken) sowie im Internet unter: www.wochenklick.de/vorlesen 
Hinweis: Meine Beiträge kommen im evangelischen Kindergarten Eckenhaid durch die Erzieherinnen und im Seniorenzentrum Martha-Maria durch die Sozialbetreuung zum Einsatz. Außerdem sind sie auf der Homepage der Friedenskirche Eckenhaid zu finden.
Hinweis: Meine 1. Video-Vorlesestunde zum bundesweiten Vorlesetag 2020 mit der Gast-Vorleserin Ilse Dölle, Eckentals 1. Bürgermeisterin, ist aktuell auch auf der Homepage des Markts Eckental zu finden. Dort sind ebenso der erste digitale Eckentaler Adventskalender mit Kinderzeichnungen und rezitierten Gedichten, die Video-Botschaft des Eckentaler Christkinds sowie weihnachtliche Malvorlagen, zu finden.
Bitte anklicken:hier
oder s.u.: www.eckental-mfr.de, Aktuelles aus dem Rathaus, Eckentaler Adventsfreuden
Hinweis:
Das Copyright für Videos und Fotos mit der Angabe "M.Schi" liegt bei: Dr. Manfred Schildknecht

Große Freude über lieben Besuch - das ist besser als jede E-Mail!
Gemeinsame Freude mit einer ehemaligen Bewohnerin bei einer Geburtstagsfeier mit Vorlesestunde im ehemaligen Diakonischen Zentrum für Senioren in Forth
Autor:

Annegret Schildknecht aus Eckental

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