Ein Schritt in Richtung Normalität?
Die VHS nimmt wieder Fahrt auf

Dozentin Karin Koeppe (li.)  und VHS-Leiterin Julia Bischoff freuen sich endlich wieder die Kursteilnehmer „in Echt“ sehen zu können.
  • Dozentin Karin Koeppe (li.) und VHS-Leiterin Julia Bischoff freuen sich endlich wieder die Kursteilnehmer „in Echt“ sehen zu können.
  • Foto: J. Müller
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Im 1. Stock des Interimsgebäudes brennt abends endlich wieder Licht. In einem der Räume sitzen Kursteilnehmer und lauschen Dozentin Karin Koeppe, die gerade einen Vortrag über Eheliches Güterrecht hält. Das neue Programm der Volkshochschule Eckental mit Außenstellen Heroldsberg und Kalchreuth ging Mitte September in alle Haushalte, das Semester ist gestartet – aber immer noch anders als in Vor-Corona-Zeiten.

„Ich hab kurzzeitig gedacht, wir gehen wieder in Richtung Normalität, aber es ist nicht so” erklärt Julia Bischoff, Leiterin der VHS, die im Juli heiratete und ihren Mädchennamen Schuster ablegte. Es gebe immer noch Einschränkungen, erklärt sie weiter. In den Kursen gilt die 3G-Regel, außerdem gelten weiterhin die Abstandsregeln und die Maskenpflicht auf den Wegen. Auch die kleinen Kursgrößen wurden beibehalten. Letzteres aber nicht nur aufgrund der Corona-Pandemie. Viele der Teilnehmer würden sich in den kleineren Gruppen intensiver betreut fühlen, so die Leiterin. Regelmäßig bekomme sie Nachfragen von Kunden, welche Sicherheitsmaßnahmen denn getroffen werden, erzählt Bischoff. Ob diese auch wirklich umgesetzt werden, wird außerdem stichprobenartig regelmäßig von der Leiterin überprüft.

Auch die 3G-Regel wird bisher gut von den Teilnehmern angenommen. „Ich habe gedacht, es gibt Probleme oder Beschwerden”, sagt Bischoff. Bisher würden sich aber diese sehr in Grenzen halten. Ganz im Gegenteil: Sowohl Teilnehmer als auch Dozenten befürworten die 3G-Regel sogar, erklärt Bischoff, „Wir haben Dozenten, die nur deswegen wieder angefangen haben, ihre Kurse zu geben.”

Sowohl Online- als auch Präsenzkurse im Angebot

Im aktuellen Semester wird es, wie schon im vergangenen, auch reine Online-Kurse geben, ebenso wie reine Präsenz-Kurse. Außerdem wird auch das „Blended Learning” wieder angeboten. Hier finden die Kurse abwechselnd in Präsenz und Online statt.

Mittlerweile haben die Dozenten Routine darin, ihre Kurse online zu halten. „Als im Sommersemester 2020 meine Präsenzkurse wie Body Move, Orientalischer Tanz und Beckenbodentraining bei der VHS abgesagt wurden, habe auch ich mich mit diesem Thema befasst”, erzählt Ursula Klein. Mit Unterstützung ihres Mannes und mit Hilfe der Kursteilnehmer konnte Klein ihre Kurse im vergangenen Wintersemester umstellen und bot ihre Veranstaltungen im Sommersemester dann ausschließlich über Zoom an.

„Online-Kurse sind in der gegebenen Situation eine gute Alternative gewesen“ erklärt die Dozentin, aber dennoch vermisse sie die Möglichkeit, die Teilnehmerinnen in der Umsetzung der Bewegungen zu korrigieren. „Jetzt freue ich mich wieder auf den Präsenz-Unterricht, alle Teilnehmerinnen nicht im kleinen Bild auf dem Bildschirm zu suchen, sondern sie alle im Blick zu haben, die Stimmung einzufangen und Zeit für ein persönliches Wort zu haben”, freut sich Klein.

Testlauf mit Hybrid-Kursen

Zur Zeit testet die VHS zusätzlich in einigen Angeboten sogenannte Hybrid-Kurse, die parallel online und in Präsenz stattfinden. Ausgeschrieben sind sie zunächst als Präsenzkurs, in der ersten Stunde wird dann zusätzlich die Möglichkeit angeboten, auch online mitzumachen.

„Während der Corona-Pandemie habe ich auf Onlinekurse umgestellt – sehr zur Freude meiner Kursteilnehmer, um ihnen so die Möglichkeit zu geben, sich weiterhin fit zu halten. Dies wurde so dankbar angenommen, dass es nun weiterhin die Möglichkeit geben wird, auch Online am Kurs teilzunehmen. Bei Hybrid-Kursen kann man nun zwischen beiden Formaten wählen und entscheiden, ob man das Angebot in Präsenz oder lieber Online wahrnehmen möchte“, erzählt eine Dozentin der VHS.

Das Ganze ist aber aktuell noch ein Test, da solche Kurse mit bestimmten Herausforderungen für die Dozenten verbunden sind. Wenn es gut läuft, sollen in Zukunft die Hybrid-Kurse schon vorab offiziell ausgeschrieben werden, erklärt Bischoff.

Die VHS soll ein Ort der Begegnung bleiben

Wie das Angebot der VHS in diesem Semester angenommen wird, kann Bischoff nach nur drei Wochen noch nicht abschließend einschätzen: „Man kann ganz schwer, sagen was besser ankommt”. Anhand der bisherigen Anmeldungen ist keine klare Tendenz zwischen vor Ort und virtuell erkennbar. Fakt ist aber: „Online-Kurse sind für uns keine Alternative, sondern ein Zusatzangebot. Sie sollen die Präsenz-Kurse nicht ablösen. Die VHS soll ein Ort der Begegnung bleiben”, bekräftigt die Leiterin.

Viele Anmeldungen kommen in der Corona-Pandemie sehr kurzfristig, da die Teilnehmer die aktuellen Entwicklungen abwarten würden, erklärt Julia Bischoff. „Es ist definitiv besser als in den letzten drei Semestern, aber wir sind noch ganz weit von den Zahlen von Vor-Corona entfernt”, so die Leiterin. Trotzdem zeigt sich die VHS-Leiterin zuversichtlich: „Ich bin stolz und dankbar, wie loyal und verständnisvoll die Teilnehmer und Dozenten waren”.

Das aktuelle VHS-Programm gibt es gedruckt in den Rathäusern Eckental, Heroldsberg und Kalchreuth sowie beim wochenblatt, online findet man die vielseitigen und umfangreichen Angebote unter www.vhs-eckental.de

Autor:

Jennifer Müller aus Eckental

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